Home :: Noticias :: Erklärung zum aktuellen Gaza-Krieg der Vereinte Linke (Izquierda Unida) Deutschland

Erklärung zum aktuellen Gaza-Krieg der Vereinte Linke (Izquierda Unida) Deutschland

Auslandsorganisation der Izquierda Unida
(Vereinte Linke Spaniens)
in der Bundesrepublik Deutschland

 Erklärung zum aktuellen Gaza-Krieg

 Wir lehnen jegliche Aktionen der Regierung Israels und ihrer Armee im Rahmen der sogenannten „Operation Schutzlinie“ ab, die in ein willkürliches Gemetzel von PalästinserInnen jeglicher Altersgruppen, sozialen Schichten und politischen Überzeugungen ausgeartet ist. Dabei vergessen wir auch nicht die von uns ebenso scharf kritisierten schändlichen Militäroperationen der israelischen Armee in Palästina und im Westjordanland in den vergangenen Jahren.

  1. Wir verurteilen die aktive und passive Mitwirkung in Form militärischer und logistischer Unterstützung durch die Regierungen der NATO-Staaten. Wir kritisieren insbesondere die USA als Hauptverbündeten und Unterstützer dieses Gemetzels. Deutschland nimmt angeblich eine „neutrale Position“ ein, indem es wegschaut, während in Gaza die Menschenrechte auf obszöne Weise verletzt werden.
  2. Wir verurteilen die großen Medienkonzerne wegen ihrer beschämenden und die Tatsachen verfälschenden Berichterstattung und wegen ihres Einknickens vor den Erpressungen der proisraelischen Lobbyverbä Dabei wurden auch eigene MitarbeiterInnen zensiert, die eine andere Realität aufgezeigt haben als sie die Regierung Israels über dieses Blutbad darzustellen versucht. Angesichts der Informationen, die glücklicherweise im Umlauf sind, gibt es dafür keinerlei Berechtigung.
  3. Wir rügen auch alle GenossInnen der bundesdeutschen Linken, die aus Angst vor eventuellen Antisemitismus-Vorwürfen die Verantwortung der israelischen Regierung für dieses Blutbad überspielen und eine scheinbare Neutralität und Äquidistanz zu den Aktionen von Hamas und dem Schlachten der israelischen Armee an den Tag legen. Es ist schlichtweg unmöglich nicht zu verstehen, dass die Reaktion Israels auf die Aktionen der Hamas völlig unverhältnismäßig ist und dass defensive Aktionen nicht nur normale, sondern auch legitime Reaktionen auf eine menschenvernichtende Invasionsarmee sind.
  4. Wir fordern die spanische Regierung, die Berliner Bundesregierung und die EU auf, im Sinne ihrer Rechtslage Position zu beziehen und die Regierung Israels und Armeeführung wegen Menschenrechtsverletzungen und Verstoßes gegen internationale Konventionen vor ein internationales Gericht bringen. Ebenso fordern wir Schritte gegen die Verantwortlichen der Medienkonzerne und die Regierung der USA als Komplizen bei diesen Verbrechen wegen aktiver Beihilfe bzw. Druck auf die Mitarbeiter zur Verbreitung von Lügen und in einzelnen Fällen Kündigung von Mitarbeitern, die sich nicht der medialen Linie der israelischen Regierung gefügt haben.
  5. Wir rufen deutsche Organisationen der Linken auf, sich mutig unseren Forderungen anzuschließen und angesichts der Abstumpfung der herrschenden Klasse den Aufschrei der Opfer aufzugreifen und die die Menschenrechtsverletzungen in diesem schändlichen Krieg mit dem Ziel der ethnischen, sozialen, ökonomischen und politischen Vernichtung des palästinensischen Volkes anzuprangern. Lasst nicht locker und erhebt überall die Stimme im Sinne der Menschenrechte und Solidarität, schließt euch den zivilgesellschaftlichen Protesten an, bis das Ziel erreicht ist: die Verurteilung dieser Kriegsverbrecher!
  6. Wir lehnen jede Unterstützung unseres Aufrufs durch faschistische und rassistische Organisationen ab, die auch einen Hauch von Missverständnissen auszunutzen versuchen, um uns in die Nähe von auch immer gearteten fremdenfeindlichen und diskriminierenden Botschaften zu rü Sie haben in unseren Reihen nichts zu suchen, auch wenn sie unsere Appelle unterschreiben möchten.
  7. Wir lehnen ebenso jedes Weichspülen unserer Proteste gegen den Gaza-Krieg infolge der emotionalen Erpressung durch die israelische Regierung und ihre Verbündeten ab, die zu ihrer Rechtfertigung auf den Horror des Holocaust und eine jahrhundertelange Verfolgung des jüdischen Volkes verweisen. Im Gegensatz dazu fordern wir genau aus diesen Gründen ein Strafverfahren und die Inhaftierung der derzeitigen Regierung Israels und ihrer Armeefü Das Gedenken an die Opfer der Verfolgung des jüdischen Volks darf nicht zur Rechtfertigung dieses sadistischen Blutbads missbraucht werden. Unsere Solidarität gilt auch den Menschen und Organisationen in Israel, darunter unsere Linken Genossen, die sich mutig gegen den Krieg und soziale Ungleichheit im eigenen Land stellen und für ein friedliches Zusammenleben der Völker in der Region einsetzen.

11. August 2014